Geschichte

Published on Mai 7th, 2012 | by Michael Mahlke

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Die Geburtsstätte des nahtlos gewalzten Stahlrohres. Das Mannesmannröhren-Werk in Remscheid von Horst A. Wessel (Hg.)

In Remscheid wurde das Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre aus dem massiven Stahlblock allein durch Walzen erfunden. Dies ist verbunden mit dem Namen Mannesmann. Zum 125jährigen Jubiläum wurde von Prof. Horst A. Wessel ein Buch herausgegeben, das die Geschichte, die Technik und die Veränderungen darstellt.

Es ist ein schöner Bild- und Textband, der im Klartext-Verlag erschienen ist.

Mannesmann war in Remscheid immer mehr als Arbeit. Es war Wohnen, Ausbilden, Arbeiten, Freizeit (Tennis und Schwimmen) quasi von der Wiege bis zu Bahre. Im Zuge der Umstrukturierung von Mannesmann-Vodafone Ende der 90er Jahre sollte das Werk geschlossen werden. Nur dem entschlossenen Widerstand vor Ort und dem Weitblick einiger Beteiligter ist es zu verdanken, dass es keine Schließung gab.

Das Buch ist daher viel mehr als ein Geschichtsbuch. Das Mannesmann-Werk lebt heute als Teil des Salzgitter-Konzerns. Daher dokumentiert das Buch schon durch seine blosse Präsenz, wie fragwürdig Entscheidungen in Konzernen sein können, wenn sie allein vom Tagesgeschäft getragen werden und ohne Weitblick gefällt werden.

Im Prinzip ist das Buch der späte dokumentierte Triumph für all die Menschen, die heute noch dort arbeiten und für diejenigen in der Unternehmensführung, die über den Tag hinausdenken.

Und es ist ein Buch über Technikgeschichte in Deutschland in Remscheid sowie ein wunderbares Geschenk für die Mitarbeiter und Kunden des Unternehmens. Es hätte auch heissen können „Handeln mit Weitblick“ und zeigt historisch und aktuell, was gute Unternehmer und gute Unternehmen alles für die Menschen und eine Region bewirken können.

Horst A. Wessel (Hrsg.)
Die Geburtsstätte des nahtlos gewalzten Stahlrohres
Das Mannesmannröhren-Werk in Remscheid, die Erfinder und die Mechanische Werkstatt
ISBN:978-3-8375-0707-2

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About the Author

Der Autor hat vor, während und nach dem Studium als Dozent in der Erwachsenenbildung gearbeitet, u.a. für die Bundeswehr, die Arbeitsagentur und das Gesamtdeutsche Institut. Er war Leiter einer privaten Wirtschaftsschule und Geschäftsführer einer sozialen Organisation und Berater für die Umsetzung von Arbeit und Alter in Arbeitsprozessen. Er organisierte betriebliche Umstrukturierungen, leitete Konferenzen, schrieb Reden und coachte bzw. begleitete viele Jahre Menschen und Gruppen. Schwerpunkte dabei waren Übergänge, Arbeit und Alter, Konfliktbewältigung und neue Medien. Er ist Publizist, Autor diverser Bücher, Fachvorträge und Artikel und seit ca. zehn Jahren in den Online-Medien unterwegs, erst mit Texten und nach Studien über Cartier-Bresson auch mit Fotos und diversen multimedialen Reportagen.



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